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Italien
Kulinarisches
Wo
schmeckt es jedem von uns am besten? Bei Mama - wo
sonst, deswegen verwenden wir ausschließlich
originale und ursprüngliche italienische Zutaten
bei der schonenden Zubereitung unserer Speisen.
Dafür haben wir die besten Lieferanten
verpflichtet, um Ihnen dieses Qualitätsniveau zu
garantieren.

Wir bieten neben klassischer
knuspriger Pizza mit viel Käse, Tomaten und
Mozarella, verschiedene Variationen an Pasta - und
Nudelspezialitäten. Unsere wirkliche Spezialität
sind Meeresfrüchte, Muscheln, Scampi und
Fischgerichte, frisch aus dem Meer auf Ihren
Teller, dafür sind wir weit über München hinaus
bekannt. Selbstverständlich ist auch für den
passenden Wein gesorgt.
Mit täglich wechselnder
Tageskarte und Mittagsmenü bringen wir
Abwechslung auf den Tisch. Auch Freunde der
vegetarischen leichten Küche kommen auf Ihre
Kosten. Besuchen Sie uns, es bereitet uns eine
wahre Freude, Sie persönlich beraten zu
dürfen. Ihr Carlo
& Luigi
Übrigens
exzellente italienische Küche muß nicht teuer
sein, unser Angebot richtet sich an jeden
Geldbeutel,, zum Beispiel gibt es ein Mittagsmenü
für 6,95- €, also schauen Sie vorbei uns lassen
sich überraschen.
Kochen in den
Regionen - Ursprung und Geschichte Italiens
Küche zählt kulturell mit zum wichtigsten Erbe
des Landes. Essen ist eine nationale Leidenschaft,
und in ihr kommt zum Ausdruck, wie sehr die
Italiener das gute Leben lieben und geniessen. Die
Italiener verfügen über die beneidenswerte
Fähigkeit, jedes gemeinsame Essen zu einem
vergnügten Ereignis werden lassen. Essen ist
gleichsam ein Fest, und Geselligkeit bei Tisch
stärkt eine Tradition, die aus einer langen und
ereignisreichen Geschichte hervorgegangen ist.
Kochen italienisch
- Rezepte Ars vivendi, die Kunst das Leben zu
geniessen, fängt bei unseren italienischen
Nachbarn beim Essen an. Nichts erfreut ihr Herz
mehr als ein reich gedeckter Tisch mit
verschiedenen Schlemmergerichten aus ihrer
phantasievollen Küche.
Weltberühmte
Gerichte aus Italien Ossobuco, Caponata, Fegato
veneziana, Fonduta, Gnocchi romana, Risotto
milanese Carpaccio Risi e Bisi, Pizza, Ravioli
genovese, Vitello Tonnato, Zuppa pavese.
Traditionen -
Geschichte der Kochkunst in den Regionen Abruzzen,
Aostatal, Apulien, Basilikata, Kalabrien,
Kampanien, Emilia Romagna, Friaul, Latium,
Ligurien, Lombardei, Marken, Molise, Piemont,
Sardinien, Sizilien, Toskana, Trentino, Umbrien,
Venetien.
Warenkunde
Fast 60 Prozent der Landesfläche Italiens werden
landwirtschaftlich genutzt. Etwa neun Prozent der
Erwerbstätigen sind im Agrarsektor beschäftigt.
Italien zählt weltweit zu den führenden
Weinproduzenten und auch in der Herstellung von
Oliven und Olivenöl rangiert Italien
international weit vorne. Weitere wichtige
Feldfrüchte sind Weizen, Kartoffeln, Tomaten,
Zuckerrüben, Mais und Reis; ferner werden Gerste,
Roggen, Artischocken, Pfefferschoten und
Wassermelonen angebaut. Überaus bedeutsam für
die italienische Landwirtschaft ist der Obstanbau;
im Vordergrund stehen dabei Äpfel, Orangen,
Feigen und Datteln. Auch die Milchwirtschaft hat
einen hohen Stellenwert; sie ermöglicht die
Herstellung von etwa 50 verschiedenen Käsesorten,
u. a. Gorgonzola, Pecorino und Parmesan.
Während in den nördlichen Landesteilen vor allem
Rinder- und Schweinezucht erfolgen, werden in
Süditalien überwiegend Schafe und Ziegen
gehalten.
Die Italienische
Küche - Geschichte Auf den Gastmahlen der
Familie der Medici herrschten gute Manieren und
absolute Sauberkeit. Vasen, Kandelaber und
Silbergeschirr wurden ihres künstlerischen Wertes
wegen ausgewählt und im Gegensatz zu anderen
Höfen tobten sich die von der Dame des Hauses
geführten Köche der Medici nicht in schlecht
schmeckenden Kunstwerken aus. Stattdessen
verwendeten sie rigoros die naturreinen Produkte
der Region für Gerichte der toskanischen
Tradition, die oft der Volksweisheit entstammten.
Die italienische
Kochkunst In Europa entwickelte sich auf der
italienischen Halbinsel die erste wirkliche
Kochkunst. Ihre Begründer, die alten Römer,
holten sich einen Teil ihrer kulinarischen
Einfälle aus Kleinasien und Griechenland.
Gleichzeitig machten sie eine Fülle der im
eigenen Land wachsenden Zutaten und Vorräte
zunutze. Dank dieser Zusammenwirkung fiel Italien
die Rolle zu, Frankreich und allen anderen
abendländischen Kulturen das Wesen einer guten
Küche und guten Essens zu vermitteln. In der Tat
gibt sogar der Larousse Gastronomique, die Bibel
der französischen Küche, zu, dass die
italienische Küche für alle Länder des
westlichen Europa als wahrer Ursprung aller
Kochkunst gelten muss.
Kulinarisches Italien
Natürlich spielt die Geschichte des Landes bei
der Entstehung seiner kulinarischen Tradition eine
ebenso grosse Rolle wie bei der Entwicklung seiner
Kultur. Die Republik Italien besteht aus zwanzig
Regionen, von denen vor der Einigung des Landes
Mitte ds. 19. Jh. viele unabhängige Königreiche
und Republiken waren. Jede Region hat seine
besonderen geographischen, klimatischen,
historischen, gesellschaftlichen, sozialen und
politischen Eigenheiten, die den Essgewohnheiten
und der Küche ihren lokalen Charakter verliehen.
So gibt es in Italien seit langem eine
ungewöhnlich grosse Vielfalt regionaler Gerichte,
die ihrem Abwechslungsreichtum einzigartig wenn
nicht weltweit, so sicher unter den europäischen
Küchen ist.
Für
die Weihnachtszeit und Sylvester
haben wir uns etwas besonderes für Sie zum Feiern
ausgedacht. Sie sind herzlich willkommen Ihren
Anlass mit uns zu feiern, ob Weihnachten
oder an Sylvester, wir freuen uns auf Ihren
Besuch. Mit den folgenden Links können Sie unser
Menü für Weihnachten und Sylvester herunterladen
und ausdrucken. Damit die Weihnachtsfeier oder
Sylvesterfeier ein gelungenes Erlebnis wird.
Italien - Kunst,
Kultur, Lifestyle und Kulinarisches Kulinarisches
Italien
Italiens Küche
zählt kulturell mit zum wichtigsten Erbe des
Landes. Wie schon viele Leute festgestellt haben,
beherrschen nicht alle Italiener die Kunst des
Kochens, aber es gibt wenige, die nichts von gutem
Essen verstehen. Essen ist eine nationale
Leidenschaft, und in ihr kommt zum Ausdruck, wie
sehr die Italiener das gute Leben lieben und
geniessen. Die Italiener verfügen über die
beneidenswerte Fähigkeit, jedes gemeinsame Essen
zu einem vergnügten Ereignis werden lassen. Essen
ist gleichsam ein Fest, und Geselligkeit bei Tisch
stärkt eine Tradition, die aus einer langen und
ereignisreichen Geschichte hervorgegangen ist.
Die Umgebung ist für
Italiens Köche immer eine Quelle der Inspiration
gewesen. Die besondere Geographie des Landes mit
seinen Bergen, dem Meer, den fruchtbaren
Flusstälern und trockenen Gebieten hatte
verschiedenartige Entwicklungen von Speisen zur
Folge, die so aussergewöhnlich sind wie die
Landschaft selbst. Im Norden sorgen aus den Alpen
kommende eiskalte Flüsse für saftige Wiesen, auf
denen Rinder weiden, die fette Milch und zartes
Fleisch liefern. Über Kanäle wird das
Flusswasser zu ausgedehnten Reisfeldern geleitet,
und auch Korn, Obst und Gemüse gedeihen hier
üppig. An malerischen Seen und der wunderschönen
nördlichen Adria holen die Fischer volle Netze
ein, und an der Riviera verbreitet die vom Meer
kommende Brise den Duft aromatischer Kräuter. In
den trockenen Regionen, in der Mitte und im Süden
des Landes, wachsen in den grünen Ausläufern der
Apenninen Olivenhaine, zwischen denen Schafe und
Ziegen weiden, während in den Ebenen Durumweizen
gedeiht und eine kräftige Sonne sorgt dafür,
dass die Hochgeschätzten, einheimischen Obst -
und Gemüsesorten ihren Geschmack voll entfalten
können. Die Spitze Italiens wie auch Sardinien
und Sizilien sind rundum von der Weite des
Mittelmeeres umgeben, und überall prägen
weinbewachsene Hänge die Landschaft.
Frische, hochwertige
Nahrungsmittel bilden den Kern der italienischen
Küche, und es erscheint wie eine göttliche
Fügung, dass das Land solch eine Fülle an
natürlichen Schätzen zu bieten hat. Auf den
belebten Märkten der grossen und kleinen Städte,
auf denen die Köche des Landes täglich ihre
Einkäufe tätigen, lassen die grossartigen
Auslagen der Nahrungsmitte ein Bild entstehen, das
wahrlich sehenswert ist.
Natürlich spielt die
Geschichte des Landes bei der Entstehung seiner
kulinarischen Tradition eine ebenso grosse Rolle
wie bei der Entwicklung seiner Kultur. Die
Republik Italien besteht aus zwanzig Regionen, von
denen vor der Einigung des Landes Mitte ds. 19.
Jh. viele unabhängige Königreiche und Republiken
waren. Jede Region hat seine besonderen
geographischen, klimatischen, historischen,
gesellschaftlichen, sozialen und politischen
Eigenheiten, die den Essgewohnheiten und der
Küche ihren lokalen Charakter verliehen. So gibt
es in Italien seit langem eine ungewöhnlich
grosse Vielfalt regionaler Gerichte, die ihrem
Abwechslungsreichtum einzigartig wenn nicht
weltweit, so sicher unter den europäischen
Küchen ist.
Wer jemals eine
Schüssel mit grünen Nudeln, den fettuccine verdi,
gesehen , gerochen und sich durch sie hindurch
gegessen hat, wird gewiss in der italienischen
Küche ein Sinnbild lateinischer Kultur wie auch
den überzeugenden Ausdruck einer
überwältigenden Lebensfreude erblicken. Aber nur
wenigen wird einfallen, dass die italienische
Küche Ursprung aller anderen westlichen
Kochkünste ist.
Aber so ist es. In
Europa entwickelte sich auf der italienischen
Halbinsel die erste wirkliche Kochkunst. Den alten
Römer kommt das Verdienst zu, auf den
griechischen und etruskischen Fundamenten ihrer
Zivilisation die erste kulinarische Tradition des
Landes entwickelt zu haben, und als im 9. Jh.
christlicher Zeitrechnung die Sarazenen den Süden
okkupierten, fügten sie ihr eine orientalische
Note hinzu. Gleichzeitig machten sie sich die
Fülle der im eigenen Lande wachsenden Zutaten und
Vorräte zunutze. Dank dieser Zusammenwirkung fiel
Italien die Rolle zu, Frankreich und allen anderen
abendländischen Kulturen das Wesen einer guten
Küche und guten Essens zu vermitteln. In der Tat
gibt sogar der Larousse Gastronomique, die Bibel
der französischen Küche, zu, dass "die
italienische Küche für alle Länder des
westlichen Europas als wahrer Ursprung aller
Kochkunst gelten muss."
Die meisten Experten
stimmen überein, dass die italienische Küche im
Jahre 1533, als Katharina von Medici von Florenz
nach Frankreich reiste, um den zukünftigen König
Heinrich II. zu ehelichen, zur Ahnin aller anderen
wurde. Sowohl Katharina wie auch ihre Verwandte
Maria Medici, die später in ihre Fussstapfen trat
und im Jahre 1600 König Heinrich IV. heiratete,
brachten eine Anzahl ausgebildeter Meisterköche
mit nach Frankreich. Diese kulinarischen
Aristokraten kannten die Geheimnisse der
raffiniertesten Kochkunst, die bis dahin
entwickelt worden war, und überlieferten sie an
Frankreich. Sie meisterten die Zubereitung von
Zuckerbackwerk und Nachspeisen - von Kuchen,
Eclairs und Speiseeis. Die Medici - Köche
bereiten auch zum erstenmal ausserhalb Italiens
Gerichte aus heute so vertrauten Gemüsearten wie
Artischocken, Broccoli und jenen winzigen
Zuckererbsen zu, welche die Franzosen adoptieren
und die in aller Welt heute als petits pois
bekannt sind. Nie zuvor hatten die Franzosen so
gut gegessen.
Natürlich konnte
sich eine solche kulinarische Kunstfertigkeit nur
sehr langsam entwickeln - sie brauchte etwa 1500
Jahre. Es begann mit den Römern, aber nicht mit
jenen, an welche die meisten Menschen denken,
nicht mit einer Nation, die sich in üppigen
Gelagen und ungezügelten Orgien erging. Diese
Vorstellung passt in die Welt der Breitwandepen in
Brillantcolor, und die Filmemacher Hollywoods und
Italiens haben sie auch entsprechend ausgenutzt.
Zur Zeit der Kaiserreiche gab es angeblich nur
Feinschmecker. Wie die meisten groben
Übertreibungen enthält auch sie ein Körnchen
Wahrheit. Aus den Werken eines Petronius, Juvenal,
Lukian, Martial und anderer römischer Autoren
entnehmen wir, dass Pfauen, Flamingos und Reiher
in der Tat in ihrem vollen Federkleid, mit dem man
sie nach der Zubereitung wieder sorgfältig
bedeckte, serviert wurden; dass Wölfe, Igel und
junge Hunde als besondere Leckerbissen galten;
dass man Bilche - kleine den Eichhörnchen
ähnliche Nagetiere - in Ton - Amphoren oder
Fässer steckte in welchen sie sich nicht bewegen
konnten und für die Tafel mästete.
Aber Plinius meldet
sich wieder zu Wort, und er weiss zu erzählen,
Maeccenas sei der erste gewesen, der im ersten Jh.
v. Chr. Eselsfleisch servierte. Die meisten
Feinschmecker sollen jedoch eine Art Wildesel, den
Onager, bevorzugt haben. Aber glaubt ja nicht dass
das für uns heute etwas aufregendes ist. Wir
essen auch Ziegen, ziehen aber die wildlebende
Gemse vor. Die Chinesen z.B. sind für
Delikatessen wie junge Hunde, Igel oder Schlangen
zu begeistern. In einem chinesischen Betrieb in
dem ich arbeitete, erklärte mir der Küchenchef:
Die Chinesen essen alles was mit dem Rücken nach
oben rumläuft. Das heisst auch Affen (die
Affenhände bilden eine besondere Delikatesse auf
der Karte). Einzig wir als Aufrechtgehende (also
mit dem Rücken nicht nach oben) sind die einzigen
Wesen für die es noch keine Pfanne gibt.
Wieder zurück zu
unseren Römern. Elefantenrüssel galten als
grosse Delikatesse, und Kaiser Elagabalus soll
sogar besonders gern Kamelshachsen gegessen haben.
Nach der Überlieferung war das Essen bei den
sagenhaften römischen Gelagen nicht nur exotisch,
sondern man verschlang es auch in ungeheuren
Mengen. So heisst es, Kaiser Maximinus (235-238
n.Chr.) hat jeden Tag 40 Pfund Fleisch verzehrt,
die er mit ebensoviel Litern Wein hinunter
spülte. Zur Belustigung des Kaiser Aurelian soll
der Schauspieler Farone einmal ein ganzes Schaf,
ein Spanferkel und ein Wildschwein sowie 100
Brötchen verzehrt haben. Die Möglichkeit soviel
zu Essen war den Römern auch nur Dank den
Federkielen mit denen sie den Hals kitzelten bis
sie wieder brechen konnte um erneut Platz für
weitere Delikatessen hatten.
Es war während der
Renaissance, als die italienische Küche eine
glorreiche Wiedergeburt erlebte und sich so
entwickelte, wie wir sie heute kennen und wie sie
uns in Schriften überliefert wurde. Über die
märchenhaften Speisen der opulenten Bankette, die
in den Werken aus jener Zeit beschrieben werden,
können wir heute nur staunen. Auch in den
nachfolgenden Jahrhunderten wurden bedeutende
Kochbücher verfasst, die zu den kostbarsten
Schätzen des nationalen Erbes gerechnet werden
müssen. Viel der damals niedergeschriebenen
Rezepte haben Zeit und Wandel unbeschadet
überlebt und sind heute noch weiterhin beliebt.
Das erste bekannte
Kochbuch, De Re Conquinaria (Von kulinarischen
Dingen), das vermutlich während der ersten
Jahrhunderte nach Christus verfasst wurde, soll
von einem römischen Feinschmecker namens Apicius
stammen, der Rezepte seiner Zeit sammelte, aber
auch einige eigene kreierte. Viele sind nur als
Dokument für die kulinarischen Exzesse im
kaiserlichen Rom interessant, andere aber haben
ihren Reiz bewahrt, wie etwa eine Pasta - Torte
mit Fleisch und Gemüsen. Prosciutto, der mit
getrockneten Feigen, Lorbeerblättern und Honig
gegart wird, oder eine süss - saure Sauce, die
neben anderen Zutaten aus Minze, Pinienkernen,
Rosinen, Honig, Wein Essig und Öl besteht.
Zwei weitere
bedeutende Werke über die italienische Küche
stammen aus dem Spätmittelalter, doch leider sind
die Namen der Autoren nicht mehr bekannt. Eines
ist das Libro della Cocina (Das Buch vom Kochen),
das von einem Toskaner geschrieben wurde, das
andere trägt den Titel Libro per Cuoco (Das Buch
für den Koch), und sein Verfasser war ein
Venezianer. Obwohl sich beide Bücher in Form und
Stil grundlegend unterscheiden, haben sie, neben
einander betrachtet, beide für die Entwicklung
der Kochliteratur einen bedeutenden Beitrag
geleistet. Der Toskaner ordnete als erster
Italiener seine Rezepte nach den verwendeten
Nahrungsmitteln und beschrieb beispielsweise
mehrere Zubereitungsmöglichkeiten für dicke
Bohnen und drei Arten von Fischsuppen. Darüber
hinaus enthält sein Buch auch Rezepte für
Kranke, und gegen Erkältung empfiehlt er
beispielsweise eine Art Haferschleim. Aber er
macht weder zu Mengen noch über Garmethoden
Angaben. In dieser Hinsicht stell das Kochbuch des
unbekannten Venezianers einen Fortschritt dar. In
ihm finden sich Gewichts - und Mengenangaben wie
auch Garzeiten und Arbeitsabläufe. Seine
fachmännische Vorgehensweise machte den Autor zum
Vorläufer einer Tradition, die sich bis in die
heutige Zeit fortgesetzt hat.
Dem ersten grossen
Kochbuchverfasser der Renaissance, Maestro Martino
da Como, Koch des Patriarchen von Aquileia, gelang
ein grosser Schritt nach vorn. Sein Libro de Arte
Coquinaria (Das Buch von der Kochkunst) stellt
eine bedeutende Erweiterung des traditionellen
Rezeptrepertoires dar. Es enthält ausführliche
Erläuterungen über die Zubereitung aller Arten
von Fisch sowie Kapitel über Gewürze und
Nachspeisen. Darüber hinaus gibt es Ratschläge
zur Auswahl der Nahrungsmittel und empfiehlt
beispielsweise Reis aus der Poebene oder
geräuchertes Fleisch aus Bologna. Der Autor zeigt
grosses Interesse an der Vervollkommnung von
Garmethoden und widmet seine Aufmerksamkeit einer
Vielzahl praktischer Dinge. Er achtet sorgfältig
auf genaue Mengenangaben und befasst sich mit
Küchengerät wie auch mit der Präsentation und
dem Servieren der Speisen.
Seine Arbeit hatte
grossen Einfluss auf den bedeutenden Renaissance -
Humanisten Bartolomeo Sacchi, auch Platina
genannt, der Martino als seinen Lehrer betrachtete
und viele seiner Rezepte übernahm. Platina
betitelte seine Werk De Honesta Voluptate ac
Valetudine (Von wahrem Genuss und Wohlbefinden),
und er ergeht sich in nicht weniger als 417
Kapiteln darüber, wie man beides durch Essen
erreicht. Sich auf weise Aussprüche klassischer
griechischer und römischer Philosophen beziehend,
wettert er gegen die kulinarischen Exzesse der
Römer und hält mit eigenen Ratschlägen nicht
hinter dem Berg. Seiner Zeit weit voraus,
interessierte Platina sich auch für
verdauungsfördernde Ernährungsweisen. Ausserdem
pries er die Vorteile von Leibesübungen für
alle, die gerne gut essen, aber dennoch gesund
leben wollen. Platinas erstes gedrucktes Buch
über Ernährung erschien um 1474 in Rom, wo er
als Bibliothekar im Vatikan arbeitete. Es
entwickelte sich bald zu einem Bestseller, der ins
Französische, Deutsche und Englische übersetzt
wurde.
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